Pekinese - Der chinesische Adel

Pekinesen wurden in China ursprünglich als kleine, kuschelige Begleiter des Adels gezüchtet. Ihre royale Herkunft lässt bereits vermuten, dass sie alles andere als einfach zu erziehen sind. Wer einen gehorsamen Pekinesen möchte, muss sich gegen ein äußerst eigensinniges Köpfchen und erhabenes Verhalten beweisen können. Eine erzieherische Herausforderung, derer man sich vorher in jedem Fall bewusst sein muss. Verfügt man aber über ausreichend Geduld und Durchsetzungsvermögen, wird dieser Schoßhund ein treuer und liebevoller Begleiter.
Dennoch sollte man ihn aufgrund seiner kleinen Erscheinung nicht unterschätzen, denn sie gelten als sehr verhaltensstark wenn es darum geht, ihre Familie zu beschützen! Das kann es als Fremde durchaus erst einmal schwierig machen, die Vierbeiner lieben zu lernen.
Afghanischer Windhund - Verkörperlichte Eleganz eines Hundes

Langes, seidiges Fell, ein schlanker Körperbau und ein aufmerksamer Blick. Der Afghanische Windhund könnte glatt als Model unter den Hunderassen durchgehen. Nicht vermuten würde man deshalb, dass diese Tiere im Nahen Osten ursprünglich als Jagd- und Schutztiere gehalten wurden. Ihr anmutiges Aussehen und gleichzeitiger Nutzen, machte den Afghanen zu einem sehr wertvollen und angesehenen Hund.
Sein Charakter besticht gegensätzlich durch Ruhe und Kraft, sein Fell fordert ausreichend Pflege, sein Wesen verlangt nach Aufmerksamkeit. Diese Vierbeiner benötigen aufgrund ihrer starken Jagdinstinkte, viel Bewegung und Beschäftigung in der Natur. Ist diese Auslastung gegeben, sind sie gelassene und schmusebedürftige Begleiter an Herrchens und Frauchens Seite.
Sibirischer Husky - Energiebündel auf vier Beinen

Diese, aus Sibirien stammende Rasse wurde schon vor tausenden von Jahren als Schlittenhund verwendet. Dadurch liegt es in ihrer Natur, extrem viel Energie zu haben. Auch das wolfartige Heulen der blauäugigen Schönheiten ist wohl auf ihre Rudelgewohnheiten zurückzuführen. Sie gelten als schwer zu erziehen und sind nicht als Hunde für Einsteiger zu empfehlen, denn sie benötigen ein hohes Maß an Zeit, Beschäftigung und Bewegung. Sind diese nicht gegeben, neigt der Sibirische Husky dazu, seinen Tatendrang beispielsweise in Zerstörungswut zu befriedigen.
Sportsfreunde hingegen finden großen Gefallen an dem Energiebündel, denn nach ausreichenden Auspowern sind diese Hunde glückliche, aufgeweckte Begleiter. In Anbetracht ihres dichten, wärmenden Fells sollten sie eher in kühleren Gegenden gehalten werden.
Rhodesian Ridgeback - Vom Löwenbändiger zum Familienhund

Diese aus dem Süden Afrikas stammende Schönheit erhielt ihren Rassennamen durch eine Strähne auf dem Rücken des Hundes, die durch entgegengesetztes Haarwachstum als kleiner Kamm aufsteht. In früheren Kulturen wurden diese Tiere als Jagdhunde verwendet und galten unter anderem als mutige Wächter vor Großkatzen, wie beispielsweise Löwen.
Sie sind sehr intelligent und leistungsstark und brauchen entsprechend viel Beschäftigung, um genügend ausgelastet zu sein. Da sie besonders unabhängig sind, ist eine konsequente Erziehung von Nöten. Andernfalls wird es schwierig, das ständige Durchsetzenwollen als Alphatier in Schach zu halten.
Ist dies gegeben, ist der Rhodesian Ridgeback ein kinderfreundlicher und liebesbedürftiger Vierbeiner, der sich auch als Familienhund eignet.
Fila Brasileiro - Alphagehabe in massiver Form

Der aus Brasilien stammende, vor Kraft strotzende Mastiff bringt ein ausgeprägtes Alphatier-Gehabe mit sich. Er eignet sich als Wachhund, da er selbstsicher und stark ist. Diese Eigenschaften machen ihn allerdings in einigen Ländern (beispielsweise in Deutschland, Österreich, Dänemark) zu einem sogenannten Listenhund. Diese werden als gefährlich eingestuft und benötigen entsprechende Papiere oder Wesenstests, die versichern, dass von dem Tier keine Bedrohung ausgeht.
Für Erstbesitzer kann ein solcher Hund tatsächlich gefährlich werden, da für die Erziehung und Durchsetzung viel Erfahrung und Selbstsicherheit notwendig ist, um dem starken Charakter und Wesen des Hundes Stand halten zu können. Sind die Rollen jedoch klar definiert, bringt der Fila Brasileiro ein durchaus sanftes Wesen mit sich.
Border Collie - Der Inbegriff des Hütehundes

Die wohl bekannteste Hütehunde-Rasse strotzt vor unbändiger Energie, Freundlichkeit und Tatendrang. Diese Hunde lieben es, Aufgaben aller Art zu bekommen und für ihre Besitzer stolz erledigen zu dürfen. Sie sind intelligent, aufgeweckt und liebevoll und eignen sich ideal als Familienhund. Er ist dem Menschen gegenüber eine treue Seele und braucht enge Verbindungen zu seinen Herrchen bzw. Frauchen und liebt es, mit ihnen zu spielen!
Der starke Hüteinstinkt kann aber auch negative Seiten mit sich bringen - bei ungenügsamer Beschäftigung oder Langeweile, stellt der Collie schnell Blödsinn an und kann enorme Schäden anrichten! Auch treten leicht Verhaltensstörungen auf, wenn diese hübschen Vierbeiner nicht ausgelastet sind.
Weimaraner - Sensibelchen mit Jagdtrieb

Der Weimaraner ist ein ausgesprochen intelligenter, sportlicher und edler Hund, der für die Jagd auf Großwild gezüchtet wurde. Er ist stark, ausdauernd und hat einen ausgeprägten Spürsinn.
Was man bei einem Jagdhund vermutlich weniger erwarten würde, ist die extreme Abhängigkeit des Weimaraners von seinem Besitzer. Diese Hunde reagieren sehr sensibel darauf, alleine gelassen zu werden, in manchen Fällen werden die Tiere sogar psychisch auffällig. Daher sollte man sich diese Rasse nur zulegen, wenn man viel Zeit für Auslauf und Beschäftigung hat sowie den Vierbeiner stets bei sich haben kann. Auch die Erziehung bedarf einer konsequenten Führung, da der Weimaraner einen starken Charakter aufweist.
Bullterrier - Liebevolle Kraftpakete

Früher als Kampfhund verrufen, heutzutage sehr beliebt. Diese Terrier sind vor allem in den USA berühmt für Werbezwecke, die Biersorte „Budweiser Light” oder die Supermarktkette „Target” machen unter anderem von den kleinen, kurzhaarigen Kraftpaketen Gebrauch.
Die ursprünglich aus England stammende Rasse bedarf aber einer erfahrenen Hand. Diese Hunde sind intelligent, stark, extrem aktiv und brauchen entsprechend viel geistige, wie auch körperliche Beschäftigung und Auslauf.
Das kann für Ersthundebesitzer schnell zu einer ernsthaften Überforderung führen, was die Hunde im Schlimmstfall zu einer Gefahr für Kinder oder andere Tiere werden lässt. Bei richtiger Führung hat man aber einen aufmerksamen, spaßigen Begleiter, der liebevoll im Umgang mit seiner Familie ist.
Französische Bulldogge - Pflegebedürftig, aber niedlich

Die Zucht dieser Rasse bringt einige körperliche Einschränkungen mit sich. Die Bulldoggen besitzen eine Kurzköpfigkeit, auch Brachycephalie genannt. Das macht es den Tieren schwerer zu atmen und ihre Temperatur zu regulieren. Man sollte sich also bewusst sein, dass Erkrankungen häufiger vorkommen können und entsprechende Besonderheiten in der Haltung auftreten.
Da sie sich nicht großartig körperlich verausgaben können, sind diese Hündchen echte Faulenzer und eignen sich daher ideal als Kuschel- und Heimattierchen. Sie sind liebesbedürftig und ein toller Freund des Menschen. Die großen Ohren und niedlichen Knopfaugen unterstreichen den Schoßhund- Effekt. Nichtsdestotrotz müssen sie richtig erzogen werden und es bedarf einer konsequenten Führung, da sie sonst zu trotzigen Alphas mutieren können.
Kaukasische Owtscharka - Eine Rasse, die nur die Wenigsten kennen

Als Schäferhunde Osteuropas sind sie durchsetzungsstark und haben einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Sie müssen sich gegen Wölfe durchsetzen und das rauhe Klima der Gebirgsregionen des Kaukasus aushalten können. Sein dickes, wärmendes Fell bedarf viel Pflege. Das Wort „Owtscharka” lässt sich als „Russisch” übersetzen, taucht aber nur im Zusammenhang mit dieser Rasse auf.
Diese Hunde sind ruhige, unabhängige Tiere, die es gewohnt sind, im Alleingang ihren Aufgaben nachzukommen. So wirken sie auf Menschen erst distanziert. Hat ein Owtscharka allerdings seine liebende Familie gefunden, ist er ein treuer und anhänglicher Beschützer.
Die Erziehung solcher Hütehunde bedarf dennoch Erfahrung, Durchsetzungsvermögen und einen geduldigen, liebevollen Umgang.
Catahoula Leopard Hund - Sanfte Alleskönner

Seit dem Jahr 1979 ist der Catahoula Leopard der anerkannte Staatshund des US-amerikanischen Staates Louisiana. Er gilt als Hund der Arbeiterklasse und wird in erster Linie zur Arbeit auf Farmen und Feldern als Hüte- Treib- und Jagdhund eingesetzt. Er ist ein wahrer Alleskönner mit viel Energie und Arbeitsbereitschaft. Das macht ihn willensstark und dominant, was es bei der Erziehung zu beachten gilt.
Dieses Tier braucht viel Beschäftigung und Auslastung an der frischen Luft, auf einem Hof oder in großen Gärten wird er sich am wohlsten fühlen. Bei richtiger Führung ergibt sich ein tolles Arbeitsgespann zwischen Mensch und Tier, denn der Catahoula Leopard Hund hat ein sanftes Wesen und ist sehr anhänglich.
Kanarische Dogge - Perro de Presa Canario

Bei der Kanarischen Dogge handelt es sich um eine von den spanischen Kanaren stammende Hunderasse. Er wurde vielseitig als Jagd-, Wach- und Schutzhund eingesetzt. Er besticht durch seine Robustheit, Belastbarkeit und Willensstärke. Seine imposante und starke Erscheinung und sein unabhängiger Charakter lassen bereits vermuten, dass diese Tiere eine extrem fachliche und arbeitsintensive Erziehung benötigen. Sie gehören nur in die Hände von erfahrenen Hundehaltern. Teils sind Presas leider als Kampfhunde verrufen, was in den meisten Fällen aus falscher und mangelnder Erziehung resultiert.
Mit konsequentem Training und liebevoller Strenge hat man einen treuen Beschützer an seiner Seite. Ist er einmal in seine Familie integriert, ist er ein gutmütiger Freund!
Skye Terrier - Adelige Dickköpfe

Diese von der Isle of Skye stammende Rasse aus Großbritannien erfreute sich zu Adels’ Zeiten Königin Viktorias’ im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit. Ursprünglich zur Jagd auf Enten, Hasen und Füchse gezüchtet, erlangte der kleine Vierbeiner royalen Status im englischen Königshaus. Typisch für Terrier hat auch der Skye einen ausgeprägten Dickkopf und verlangt nach viel Aufmerksamkeit und erfahrener Erziehung. Das lange Fell bedarf außerdem intensiver, täglicher Pflege, um es vor dem Verfilzen zu schützen.
Sie sind anspruchsvolle Einzelgänger und binden sich gerne ausschließlich an einen Besitzer, an diesen aber bedingungslos. Loyal und herzlich liebt er sein auserwähltes Herrchen oder Frauchen. Anderen Hunden gegenüber begegnen Skye Terrier eher distanziert.
Dackel - Klein, mit großem Selbstbewusstsein

Gezüchtet für die Jagd auf Dachse und Füchse, sind Dackel extrem flinke, geschickte und selbstbewusste Jagdhunde. Durch ihren kleinen Körperbau können sie bis in die Baue des Wildes vordringen. Das bringt mit sich, dass die Buddel-Eigenschaft dieser Hunde unumgänglich in ihrer Natur liegt. Zukünftige Besitzer sollten sich darüber im Klaren sein. Sie lassen sich nichts gefallen und gelten als mutig und selbstbewusst.
Dackel sind extrem aktiv, entsprechend benötigen sie viel Beschäftigung und Abenteuer. Diese Auslastung ist sehr wichtig, da Unterforderung leider zu aggressivem Verhalten führen kann. Die niedliche Erscheinung des Dachshunds gibt es mit kurzem, rauhen Fell, aber auch mit langem, glänzendem Haar.
Australischer Schäferhund - Der Liebling unter den Hütern

Ungeachtet des Namens, hat der australische Schäferhund seinen Ursprung in Nordamerika. Als Hütehund für Schafherden besticht er durch Ausdauer, einer hohen Arbeitsbereitschaft, Intelligenz und Selbstständigkeit. Sie gelten als aufmerksame und kluge Hunde, die lernwillig und treu sind.
Aussies eignen sich als Familienhunde, da sie über einen liebenswürdigen und freundlichen Charakter verfügen und es lieben, zu spielen. Allerdings gibt es ein paar Dinge zu beachten. So brauchen sie sowohl ausreichend körperliche und geistige Beschäftigung, um ihrer Natur, Aufgaben als Hüter zu erledigen und gebraucht zu werden, nachkommen können. Ist dies nicht der Fall, können diese Hunde schnell unschöne Angewohnheiten an den Tag legen.
Dobermann Pinscher - Furchteinflößende Erscheinung mit safntem Wesen

Dobermänner haben eine imposante, große und starke Erscheinung. Ihr wachsamer Blick, die spitzen Ohren und Körpergröße machen ihm rein äußerlich bereits zu einem guten Wach- und Gebrauchshund. Es sind sehr intelligente Tiere, die eine fordernde Aufgabe, sowie viel körperliche Auslastung brauchen. Gerade deshalb sind sie besonders beliebt bei Polizei, Zoll und Militär. Sie lieben es zu lernen und ihr Können zu zeigen.
Diese Hunde gehören in erfahrene Hände, die den Ansprüchen derer gerecht werden können. Dann nämlich hat man einen treuen und sanften Begleiter, der einen nicht im Stich lässt und sich auch hervorragend als Familienhund eignet, da er über ein sanftes Wesen verfügt.
Shar Pei - Chinesischer Faltenhund

Diese aus China stammende Hunderasse wirkt durch seine faltige und knautschige Erscheinung, besonders in der Welpenphase, als tollpatschig und süß. Gerade diese Hautbeschaffenheit bedarf allerdings besonderer Pflege und Aufmerksamkeit, sodass erst keine Erkrankungen entstehen. Eine weitere besonderheit ist seine dunkle Zunge, ähnlich der chinesischen Rasse des Chow Chow.
Es handelt es sich um willensstarke Hunde, die loyale und beschützende Wächter für ihre Familie sein können, gegenüber Artgenossen aber sehr dominant und kompromisslos werden. Seine kompakte und schwere Erscheinung machen ihn zu guten Wach- und Hütehunden. Er zeichnet sich durch ein ruhiges, intelligentes und sensibles Wesen aus, das aber dennoch eine konsequente und klare Erziehung, sowie frühe Sozialisierung benötigt.
Belgischer Malinois - Schäferhunde bei Polizei, Zoll und Rettung

Dieser aus Belgien stammende Hütehund weist wie alle anderen Wachhunde ein hohes Energielevel, sowie Arbeitseinsatz, Selbstständigkeit und Intelligenz auf. Diese Hunde brauchen enorm viel Beschäftigung und Bewegung, da sie über einen hohen Bewegungsdrang verfügen. Dadurch sind sie für den Einsatz bei Polizei, Zoll und Rettung besonders geeignet, aber auch im Hundesport gut aufgehoben. Sie gehören ausschließlich in die Hände von erfahrenen Hundehaltern, die mit Konsequenz und Spaß den Hunden bieten können, was sie brauchen. Dann bildet sich ein unschlagbares Arbeitsgespann.Wird der Belgier vernachlässigt und gerät in Langeweile, können Aggressivität und Zerstörungswut die Folge sein. Besonders innerhalb Familien mit Kindern ist deshalb die artgerechte Haltung von besonderer Bedeutung.
Dogo Argentino - Argentinische Dogge

Diese aus Argentinien stammende Doggenart wurde ursprünglich als Jagdhund gezüchtet, beispielsweise für Wildschweine sowie auch Großkatzen. Entsprechend imposant ist sein Äußeres: Stark und muskulös mit ausgeprägten Mut und Territorialverhalten. Diese Rasse gilt in einigen Ländern (beispielsweise in Deutschland, Österreich und Dänemark) als sogenannter Listenhund und wird als gefährlich eingestuft.
Dass die Doggen ausschließlich für erfahrene Hundehalter in Frage kommen, dürfte auf der Hand liegen. Durch frühe Sozialisierung und eine bestimmende, konsequente Erziehung zeigt der Argentinier allerdings sein freundliches Wesen und bindet sich eng an seine Menschen. Bei der Haltung ist darauf zu achten, den enormen Jagdinstinkt in Schach zu halten, sodass das Tier nicht wildern geht.
Cane Corso - Italienische Dogge

In der Antike sowohl als Kampf- aber auch Jagdhund eingesetzt und damit verrufen, ist die italienische Dogge von Grund auf von sanftem Wesen und ein echter Familienhund. Durch seinen muskulösen, starken Körperbau wirkt er jedoch oft zunächst bedrohlich und kann bei falscher Haltung zu einer Gefahr werden.
Mit ausreichend Bewegung, spielerischer Beschäftigung und geistiger Förderung sind sie loyale, liebenswürdige Hunde, die gerne Neues erlernen und ihrer Familie treu ergeben sind. Dafür bedarf es allerdings ausreichender Erfahrung und sie gehören nicht in die Hände von Anfängern. Sie sind ausgezeichnete Wachhunde mit einem ausgeprägten Beschützerinstinkt. Gegenüber Artgenossen verhalten sie sich dominant, fast unfreundlich.
Boerboel - Südafrikanischer Mastiff

Diese muskulösen, robusten und großen Hunde stammen ursprünglich aus Südamerika. Sie wurden als Schutz- und Wachhunde gezüchtet und auf Farmen eingesetzt und werden auch als Bauernhund bezeichnet. Ihr Charakter zeichnet sich durch ein hohes Maß an Selbstständigkeit, Mut und ausgeprägten Wachinstinkt aus. Das macht ihn zu einem tollen Wachhund für Familien, er ist in seiner Treue bedingungslos und geht eine enge Bindung zu seinem Besitzer ein.
Der Boerboel gehört dennoch nur in erfahrene Hände, da sein ausgeprägter Schutzmechanismus und seine Intelligenz in unerfahrenen Händen zu einem dominanz geprägten Fehlverhalten führen kann. Mit anderen Artgenossen ist er nur bedingt verträglich, da er sehr territorial ist.
Rottweiler - Starke Erscheinung, freundliches Wesen

Ihre Herkunft geht bis in die alte Römerzeit zurück und es wird vermutet, dass es sich um eine der ältesten Hunderassen handelt. Sie wurden als Hüte-, Treib- und Kampfhund eingesetzt. Die äußerlichen Eigenschaften verraten bereits, warum: seine Gestalt ist muskulös, kräftig und einschüchternd. Sein Wesen ist hingegen loyal und freundlich, Rottweiler sind extrem lernwillig, intelligent und müssen gefordert werden.
Diese Kombination ist der Grund dafür, warum sie häufig auch bei Polizei und Militär im Einsatz sind. Auch dieser Hund ist in einigen Bundesländern Deutschlands als sogenannter Listenhund geführt. Entsprechende Versicherung sind Pflicht und können sehr teuer werden, auch Wesenstests des Tieres sind notwendig.
Tosa - Japanischer Riese

Diese aus Japan stammende Hunderasse ist eine große und starke Erscheinung. Sie wurden ursprünglich für Hundekämpfe eingesetzt, weswegen auch heute noch ein schlechter Ruf an ihnen haftet. In einigen Ländern (beispielsweise in Deutschland, Irland oder auch Australien) sind sie sogar gänzlich verboten. Tatsächlich haben sie aber ein sehr sanftes Wesen, gelten als besonders gelassen und ruhig und loyal gegenüber ihren Besitzern. Sein Mut und seine Intelligenz machen ihn zu einem tollen Beschützer.
Heutzutage werden sie deswegen überwiegend als Wachhunde eingesetzt. Entsprechend sollten sie auf Geländen mit großem Auslauf gehalten werden. Der Tosa braucht eine liebevolle, aber konsequente Erziehung, die durch erfahrene Hundehalter gewährleistet sein sollte.
Jack Russell Terrier - Flummi auf vier Beinen

Die aus Australien stammende Rasse wurde zu Jagd gezüchtet und dafür eingesetzt. Selbstständigkeit, Mut, Intelligenz und Tollkühne zeichnen seinen Charakter aus. Wie alle Terrier verfügt auch der Jack Russell über ein extrem hohes Maß an Energie. Schnelles Umhertollen, Springen, Jagen und Buddeln sind es, die diese kleinen Vierbeiner auf Trapp halten. Und damit auch ihre Besitzer.
Die Terrier brauchen eine besonders konsequente Erziehung, um Fehlverhalten wie Beißen, störendes Bellen oder gar Zerstörungswut zu unterbinden. Dementsprechend benötigen sie viel Beschäftigung und Bewegung, um ihren Tatendrang ausleben zu können. Sie sind sehr herausfordernd und gehören daher nicht in die Hände von Erstbesitzern.
Berner Sennenhund - Bärige Schweizer

Sie sind groß, haben langes, flauschiges Fell, einen freundlichen Blick und wirken ruhig und sanft. Es handelt sich um die schweizer Hunderasse des Berner Sennenhund. Wachsamkeit und Intelligenz machen sie zu guten Hütehunden. Sie werden aber auch in Gebirgsregionen zur Bergrettung eingesetzt, da ihr robuster Körperbau und ihr dichtes Fell sie besonders gut vor kalten Temperaturen schützen können.
Diese Vierbeiner bringen ein sehr ruhiges, geduldiges und freundliches Wesen mit sich. Sie eignen sich daher besonders gut als Familienhunde, da sie zudem sehr anhänglich und treu ergeben sind. Traurigerweise gilt die Rasse als besonders anfällig für Krebserkrankungen und hat daher im Allgemeinen keine hohe Lebenserwartung.
Pitbull - Unnötiges Kampfhund-Image

Muskulöser Körper, selbstbewusstes Auftreten und ein starker Kiefer. Bei Pitbulls kommt man nicht umhin, als sofort an Hundekämpfe zu denken. Tatsächlich wurden sie ursprünglich unter anderem auch genau für diese grausamen und aggressiven Zwecke verwendet. Das führt dazu, dass sie in Deutschland als Listenhund geführt und als gefährlich eingestuft werden. Hundeversicherungen sind somit teurer und entsprechende Wesenstests werden verlangt.
Der Pitbull gilt jedoch als außerordentlich treu, verspielt und kinderlieb. Er eignet sich widersprüchlich seines schlechten Images damit sogar hervorragend als Familienhund. Dafür ist eine frühe Sozialisierung, sowie liebevolle und konsequente Erziehung notwendig. Begegnungen mit anderen Hunden sind durch die starke Fixierung auf ihren Besitzer aber mitunter problematisch.
Wolfshund - Die größte Rasse weltweit

Sie sehen aus wie Wölfe und gehören zu den größten Hunden weltweit. Wie viel reines Wolfsblut tatsächlich durch ein jenes Tier fließt, kann von Kreuzung zu Kreuzung ganz unterschiedlich ausfallen und wirkt sich entsprechend auf den Charakter des Tieres aus. Die wilde Erscheinung, die er durch sein Aussehen mit sich bringt, birgt meistens aber ein ruhiges Wesen. Er ist intelligent, wachsam und reaktionsschnell.
Frühe Sozialisierung und eine sehr konsequente Erziehung sind notwendig, um deutlich zu machen, dass der Wolfshund die Rolle des Rudelführers nicht einnehmen kann. Wenn dies gelingt, hat man einen tollen Hund an seiner Seite, der aufgrunds seiner Größe aber viel Platz, Auslauf und Bewegung braucht.
Deutscher Schäferhund - DER Polizeihund schlechthin

Den deutschen Schäferhund assoziiert man vermutlich sofort mit der Polizei. Und das nicht ohne Grund. Sie sind hervorragende Arbeitshunde, hochintelligent, lernwillig, nervenstark, mutig und gehorsam. Durch entsprechende Führung und Training eignen sie sich deshalb so besonders als Tiere für Polizei, Militär, aber auch als Therapiehund. Auch im Hundesport ist er bestens aufgehoben. Diese Vierbeiner brauchen stets etwas zu Lernen, eine Menge Beschäftigung und Bewegung. Deshalb sind sie für Neulinge nicht zu empfehlen.
Dennoch sind sie als Familienhunde geeignet, da sie sehr anhänglich und treu sind.
Wie der Name eigentlich vermuten lässt, wurden sie ursprünglich als Hütehunde für Schafherden gezüchtet und gelten als eine der ältesten Hunderassen Deutschlands.
Greyhound - Der schnellste Hund der Welt

Schlankes Wesen, kurzes Fell, lange Beine. Der Greyhound ist nicht ohne Grund der schnellste Hund der Welt. Ursprünglich zur Jagd auf Kleintier gezüchtet, erfreut er sich heutzutage in Hunderennen großer Beliebtheit. Er kann Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h erreichen. Diese Hunde brauchen definitiv viel und intensive Bewegung, allerdings nicht über lange Dauer. So gelten diese Hunde eher als faul, sobald sie sich für einige Minuten ordentlich ausgepowert haben. Ihr Wesen ist extrem liebesbedürftig und ruhig, sie binden sich sehr eng an ihre Menschen.
Der ausgeprägte Jagdtrieb sollte aber nicht unterschätzt werden und so ist eine gute Erziehung unerlässlich, um Wildern zu verhindern.
Bullmastiff - 100% englisches Blut

Die aus England stammende Kreuzung aus Bulldogge und Mastiff macht diesen Hund zu einem kräftigen Wachhund, der frühere Landlords vor Wilderern auf deren Viehherden schützen sollte. Sein Auftreten ist furchtlos, selbstbewusst und stark. Das Wesen dieser Tiere gilt hingegen jedoch als ruhig, gelassen. Sie binden sich eng an ihre Besitzer und sind treu und anpassungsfähig.
Da sie als sehr stur gelten, brauchen sie eine geduldige und konsequente Erziehung, bei der deutlich ist, dass der Mensch die Führung hat. Daher sind sie nur für erfahrene Hundebesitzer geeignet. In Deutschland ist der Bullmastiff zudem als Listenhund geführt, die Haltung ist nur mit entsprechenden Wesenstests und teuren Versicherungen zulässig.