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Ein neuer Welpe für die Andersons – Doch die Polizei schaltet sich ein!

By

Angeline Smith

, updated on

January 12, 2023

Polizei beim Tierarztbesuch

So hatte sich die Familie Anderson das nicht vorgestellt: Als sie mit ihrem kleinen Huskywelpen mit den wunderschönen, blauen Augen in der Kleintierpraxis auftauchten, brach das Chaos los. Als der Tierarzt den Hund sah, verschwand er mit dem Welpen und kam ohne zurück. Er teilte dem Ehepaar nur mit, dass er die Polizei gerufen hatte und dass sie nun warten müssten. Was war aber nur los? Was würde mit ihrem neuen Hund passieren und warum hatte der Doktor die Polizei gerufen? Das Paar Erica und Billy verstand die Welt nicht mehr, Fragen über Fragen überschlugen sich in den Köpfen der Zwei.

Eine kleine Familie

Auch ihr Sohn Timmy war außer sich, er weinte und schrie, denn er wollte seinen Hund zurück haben. Beginnen wir die Geschichte jedoch von vorne:
Die Familie Anderson besteht aus dem Paar Erica und Billy und zusammen haben sie einen vierjährigen Sohn, den kleinen Tim. Die Familie ist erst vor kurzem in einen kleinen Vorort einer neuen Stadt gezogen und fassen gerade erst so langsam Fuß. Die Drei haben erst vor kurzem etwas Trauriges erlebt und alle versuchten nun langsam wieder ihr Glück zu finden. Ein Tapetenwechsel würde dabei bestimmt helfen. Doch was war der Grund für die Trauer der Familie Anderson?

Ein treuer Begleiter

Bis vor kurzem war die Familie nämlich zu Viert gewesen. Dabei handelte es sich bei dem vierten Mitglied um einen Hund. Nun ist Rio leider verstorben und die Familie trauerte um den Verlust des Vierbeiners. Der Rüde gehörte elf Jahre lang zur Familie und war vor allem für Billy ein besonderer Teil seines Lebens:
Der Mann wuchs in schwierigen Verhältnissen auf, seine Eltern unterdrückten ihn als Jugendlichen, er hatte keine Freunde und keine Freiheit. Deshalb lief er im Alter von 16 Jahren von Zuhause weg. Und das erste, das er machte war, sich einen Hund zu kaufen. So hatte er einen treuen Begleiter an seiner Seite.

Durch Dick und Dünn

Es ist für einen 16- Jährigen alles andere als einfach, alleine zurechtzukommen und Billy hatte die ersten zwei Jahre ganz schön zu kämpfen. Rio war jedoch immer an seiner Seite und half ihm durch alle Höhen und Tiefen. Mit 18 lernte Billy dann Erica kennen und auch bei deren ersten Date war der Vierbeiner an Billys Seite. Es folgten die Hochzeit und die Geburt ihres Sohnes. Rio war dabei immer mitten im Geschehen.
Der kleine Timmy war vom ersten Tag an mit dem Hund aufgewachsen, für ihn war es besonders schwer, den Verlust des Tieres zu verkraften. Das Leben war nicht mehr das Gleiche, wie vorher.

Die Suche nach der Lösung

Es musste sich wieder etwas ändern. Der Tod von Rio hatte die Familie ganz schön mitgenommen und Billy wollte die Leere, die der Vierbeiner hinterlassen hatte, wieder mit schönen Dingen und Freude füllen können. Was würde da schon besser helfen, als einen neuen Hund in die Familie zu holen?
Seine Frau Erica war allerdings noch nicht so ganz begeistert von der Idee. War es nicht noch zu früh? Würde es sich nicht so anfühlen, als würden sie Rio einfach ersetzen? Zweifel kamen auf. Nach vielen, langen Gesprächen einigte sich das Paar letzten Endes und beschloss, zusammen nach einem neuen Hund zu suchen.

Ein neuer Hund muss her

Dass der ganze Prozess, einen neuen Hund in die Familie zu holen, so viele Probleme mit sich bringen würde, hätte die Familie nicht gedacht. Die erste Entscheidung war noch die Einfachste: Bei der Wahl der Rasse einigten sich die Beiden sehr schnell auf einen Husky. Auch ihr vorheriger Hund, Rio, war ein Husky gewesen und sie waren sich sicher, dass es vor allem für den kleinen Tim besonders schön war, wenn der neue Hund trotz allem ein bisschen an Rio erinnern würde.
Im Internet suchten sie nach geeigneten Züchtern und wurden schließlich fündig. Zu Zweien würden sie am Wochenende einen Ausflug machen, um sich dort vorzustellen.

Zweimal Pech gehabt

Der Besuch bei den Züchtern verlief leider in keinster Weise so, wie sich das Paar das vorgestellt hatte. Bei dem Ersten waren sie sofort abgeneigt. Billy hatte ein ganz mulmiges Gefühl, die ganze Anlage war ungepflegt und es sah nicht so aus, als ob sich gut um die Tiere gekümmert wird. Von hier wollten sie auf keinen Fall einen Hund kaufen.
Beim zweiten Züchter, bei dem alles super wirkte, die Tiere munter und freudig durch die Gegend sprangen, stellte sich heraus, dass bereits alle Welpen vergeben waren. Aus diesem Wurf würden die Andersons also keinen Hund bekommen können. Es sollte vielleicht einfach doch nicht sein.

Besuch im Tierheim

Traurig und enttäuscht machte sich die Familie auf den Weg nach Hause. Der Ausflug war ganz schön ernüchternd gewesen und das Paar wusste nicht, was sie nun tun sollten. Sollten sie sich vielleicht für einen anderen Hund entscheiden? Während der Fahrt entdeckte Erica ein Tierheim, das in der Nähe ausgewiesen war und hatte eine Idee. Sie schlug vor, dass sie dort einmal vorbeischauen könnten, schließlich hatten sie nichts zu verlieren. Außerdem hatte die junge Frau ein gutes Gefühl, irgendetwas sagte ihr, dass es kein Zufall war, dass sie hier vorbeikamen. Sie konnte ihren Mann schließlich überzeugen und parkten das Auto auf dem Parkplatz des Heimes.

Liebe auf den ersten Blick

Da es sich um einen kleinen Ort handelte, befürchteten Billy und Erica, dass es dort kaum Auswahl geben würde. Und dem war auch so: Ein Mitarbeiter des Heimes teilte ihnen mit, dass sie aktuell nur wenig Hunde und fast keine Welpen da hätten. Es machte sich schon wieder erste Enttäuschung breit, als ihr Sohn Timmy den kleinen Vierbeiner entdeckte. Entzückt zeigte er auf einen Welpen mit tiefblauen, leuchtenden Augen. Das Tier war offensichtlich eine Husky- Mischung, vielleicht sogar reinrassig. Auch Erica verliebte sich sofort in den Kleinen. Solche besonderen Augen hatte sie noch nie gesehen, die Farbe war absolut einzigartig.

Der Entschluss war gefallen

Der Welpe verhielt sich sehr schüchtern und zurückhaltend und starrte auf die Tür am Ausgang. Als sich Erica danach erkundete, erzählte der Pfleger ihnen, dass der Hund erst in der vorherigen Nacht vor dem Tierheim ausgesetzt wurde, er war also noch ganz neu hier und bestimmt ziemlich verunsichert. Dazu kam auch, dass sie keine Identifikation des Welpen ausfindig machen konnten. Er hatte keinen Chip und so ließ sich nicht nachvollziehen, woher der Hund kam oder wem er gehörte. Die Familie Anderson machte sich darüber allerdings keine Gedanken, der Entschluss war schon gefallen: Sie wollten diesen kleinen Husky mit den ozeanblauen Augen adoptieren.

Papierkram

Der Mitarbeiter des Tierheimes zeigte sich ein wenig besorgt. Ohne abgeschlossene Identifikationsprüfung wurden die Tiere normalerweise nicht vermittelt. Auf der anderen Seite gab es bereits seit langem keine Adoption mehr und nach einigem Hin und Her beschloss er schließlich, für die Familie eine Ausnahme zu machen. Billy und Erica konnten ihr Glück kaum fassen. Oder war es vielleicht nicht Glück, sondern Schicksal, dass sie den Husky dort gefunden hatten? Es stand jedenfalls fest, dass das Tier zu ihnen gehörte.
Zusammen gingen sie ins Büro, um die entsprechenden Papiere auszufüllen. In der Zwischenzeit näherte sich ihr Sohn Timmy dem kleinen Hund und fing an, mit dem schüchternen Welpen zu spielen.

Ein Versprechen

Es dauerte einige Zeit, bis alle Formblätter ausgefüllt waren. Dieser Papierkram war doch jedes Mal aufs Neue lästig, egal um was es sich handelte. Da das Tierheim noch keine Möglichkeit hatte, den Welpen zu untersuchen und weitere Nachforschungen über die Identität anstellen konnte, mussten Billy und Erica versprechen, dass sie so bald wie möglich mit dem Hund zum Tierarzt fahren würden. Es sollte schließlich ausgeschlossen werden, dass der Hund krank sei oder ihm wichtige Impfungen fehlten. Das machte natürlich auch Sinn und das Ehepaar zeigte sich sehr verständnisvoll gegenüber den Forderungen des Tierpflegers. Es war nun alles geregelt und die Familie konnte, inklusive Welpe, endlich nach Hause fahren.

Happy End

So schnell konnte sich das Blatt manchmal wenden. Nachdem der Besuch bei den Züchtern so enttäuschend gewesen war, hatten sie am Ende des Tages noch einen Hund gefunden. Und nicht nur irgendeinen: Der Welpe war ein Husky und hatte die schönsten blauen Augen, die die Familie je bei einem Tier gesehen hatte.

Alle Drei waren glücklich und besonders der kleine Timmy strahlte von einem Ohr bis zum Anderen. Er hatte sich bereits mit dem Tier angefreundet und konnte es nicht abwarten, mit ihm zu kuscheln und zu spielen. Alles schien perfekt und zu diesem Zeitpunkt konnte das Paar noch nicht erahnen, was noch alles auf sie zukommen würde.

Ein neues Zuhause

Ihr Sohn Timmy hatte sich sogar schon einen Namen für den Hund ausgedacht. Aufgrund der besonderen, blauen Augen hatte er den Husky “Blue” genannt. Als die Familie zuhause ankam, konnten sie amüsiert beobachten, wie der Vierbeiner mit tapsigen Schritten und viel Neugierde sein neues Zuhause beschnupperte. Jede Ecke und jedes Möbelstück wurden untersucht, bevor sich der Hund erschöpft in einem Körbchen zusammenrollte, noch einmal tief seufzte und in einen tiefen Schlaf fiel.
Bereits für den nächsten Tag hatte Billy einen Termin beim Tierarzt bekommen und der Familienvater war froh, dass sie den Rest des Tages nutzen konnten, um sich alle etwas auszuruhen.

Viel Ungewisses

Die Familie war völlig entzückt von dem kleinen Vierbeiner. Welpen waren doch einfach das niedlichste auf der Welt, oder nicht? Nachdem Blue sein neues Zuhause ausgiebig ausgekundschaftet hatte, konnten Billy, Erica und der kleine Timmy nicht anders, als ihm einfach nur beim Schlafen zuzusehen. Es hatte etwas ganz Entspannendes an sich, der Atmung des Tieres zu folgen. Darüber hinaus setzte langsam die Erkenntnis ein, dass sie tatsächlich einen neuen Hund hatten, sie waren endlich wieder zu Viert und endlich wieder eine vollständige Familie. Alle waren ganz glückselig.

Dabei gab es so viele Dinge, die ungewiss waren. Wo kam das Tier her? War es vielleicht krank? Sie wussten schließlich gar nichts über Blue.

Zeit für’s Bett

Nachdem alle eine Weile um den Welpen herum gesessen hatten und dem friedlichen Schlaf des Vierbeiners zugesehen hatten, war es nun auch für den kleinen Timmy Zeit, ins Bett zu gehen. Nachdem Erica ihn zu Bett gebracht und Billy noch einmal nach Blue geschaut hatte, machte sich auch das Ehepaar auf den Weg ins Bett. Der Welpe schien ruhig zu sein und sie fühlten sich damit wohl, ihn unten im Wohnzimmer in seinem Körbchen allein zu lassen. Es war ein emotional aufwühlender und anstrengender Tag gewesen. Die Beiden waren dennoch sehr glücklich mit ihrer Entscheidung, den Welpen aus dem Tierheim geholt zu haben, es fühlte sich so an, dass Blue das richtige, neue Familienmitglied war.

Aus dem Schlaf gerissen

Mitten in der Nacht wurde Billy wach. Er realisierte erst gar nicht, dass es noch nicht Morgen war und schreckte ganz verwirrt aus dem Schlaf hoch. Als ein paar Sekunden verstrichen waren, nahm er das Heulen des Welpen wahr. Ein schreckliches Gejaule tönte von unten aus dem Wohnzimmer bis nach oben ins Schlafzimmer. Billy beeilte sich, nach unten zu gehen, um nach Blue zu schauen. Schließlich wollte er nicht, dass die ganze Familie geweckt wurde und erst recht nicht, dass Timmy Sorgen um das Tier machte. Seine Frau und sein Sohn waren jedoch schon wach geworden, er konnte die Beiden aber schnell beruhigen und sie schliefen weiter.

Eine ungewöhnliche Entdeckung

Es dauerte einen Moment, bis Billy den Welpen gefunden hatte. Als er im Wohnzimmer ankam, stellte er fest, dass er nicht mehr in seinem Körbchen lag, das war allerdings keine Überraschung. Er fand Blue schließlich in seinem Büro, er saß neben Billys’ Computer und jaulte und quietschte aufgeregt vor sich hin. Der Mann war sehr verwundert über dieses Verhalten und Blue beruhigte sich erst, als Billy ihn aus dem Büro brachte, ihn in sein Körbchen setzte und schließlich wieder in den Schlaf streichelte.
Um weitere nächtliche Unterbrechungen zu vermeiden, schloss er die Tür zum Büro und ging dann wieder zu Bett. Verschlafen vergaß er aber schnell wieder, was so seltsam war.

Blue und das Büro

Am nächsten Morgen hatte Billy die Aufregung der vergangenen Nacht fast schon vergessen. Als er allerdings nach unten ging und den Welpen nicht in seinem Körbchen vorfinden konnte, dämmerte es ihm wieder. Als er ihn schließlich vor seiner Bürotür fand, fiel ihm wieder alles ein. Nachdem Billy wieder ins Bett gegangen war, musste der Vierbeiner erneut aufgestanden sein. Er schien fast so, als würde er vom Büro auf wundersame Weise angezogen werden. Was hatte es nur mit der Faszination für Computer auf sich? Hunde waren ja nicht gerade dafür bekannt, technikbegeistert zu sein. Blue war vor der Tür zusammengerollt, hatte er dort etwa die ganze restliche Nacht verbracht?

Termin beim Tierarzt

Es gab jetzt aber erst einmal wichtigeres, als sich über die Faszination eines Hundes für Computer Gedanken zu machen. Der Termin beim Tierarzt stand an. Blue wirkte total erschöpft, dabei müsste er eigentlich stundenlang geschlafen haben. Oder hatte er etwa die ganze Nacht vor der Bürotür gewacht?
Der Familienvater wollte sich gerade auf den Weg machen, als Timmy anfing zu quengeln. Er wollte unbedingt mit zum Arzt, denn er wollte seinen neuen Freund nicht alleine lassen. Billy war nicht begeistert von der Idee, da sie in der Praxis bestimmt lange warten müssten, Erica schloss sich jedoch an und überzeugte ihren Mann, zusammen als Familie zu fahren.

Volles Wartezimmer

Es kam genau so, wie Billy es befürchtet hatte. Als sie beim Tierarzt ankamen, war bereits jede Menge los. Das Wartezimmer war voll und sie würden sicherlich einige Zeit warten müssen, bis sie endlich an der Reihe waren. Billy machte sich schon Sorgen, hoffentlich würden sowohl sein Sohn als auch sein Hund sich anständig verhalten. Es war schließlich nichts Ungewöhnliches, dass sie die Kleinen schnell langweilten, das galt für Mensch und Tier. Welpen jedoch haben einfach etwas ganz Spezielles an sich und so dauerte es nicht lange, bis alle Anwesenden auf Blue aufmerksam wurden und ganz entzückt waren. Mit der Aufmerksamkeit folgten aber auch die ersten Unannehmlichkeiten.

Fragen über Fragen

Dass Blue unfassbar außergewöhnliche Augen hatte, war natürlich auch der Familie Anderson aufgefallen. Das war schließlich einer der Gründe gewesen, warum sie sich sofort in den Welpen verliebt hatten. Der Blick des Kleinen war einfach magisch und zog einen in seinen Bann. Diese Augen fielen auch den anderen Menschen im Wartezimmer auf. Daraufhin folgten viele Fragen: Wie konnte es sein, dass der Hund solch blaue Augen hatte? Wo hatten sie das Tier her, wie kam man an so etwas, handelte es sich vielleicht um eine spezielle Husky- Art? Fragen über Fragen prasselten auf das Ehepaar ein und ehrlicherweise hatten sie auf keine davon eine Antwort.

Internet- Recherche

Nachdem sie schließlich rein gar nichts über ihren neuen Hund wussten und sich etwas schuldig fühlten, keine der Fragen beantworten zu können, beschlossen Billy und Erica, sich selbst auf die Suche nach Antworten zu begeben. Sie selbst waren schließlich auch neugierig und wollten mehr über Blue in Erfahrung bringen. Das Wartezimmer war immer noch sehr voll und es würden offensichtlich auch noch einige Zeit dauern, diese konnten sie jetzt immerhin sinnvoll zur Internet- Recherche nutzen. Billy war sich sicher, dass er in den Weiten des Internets  Antworten auf alle Fragen finden würde. Damit lag der Mann allerdings ganz schön falsch.

Nicht schlauer als zuvor

Billy konnte nichts im Internet finden. Alles was er herausfand, wusste er schon vorher. Dass Huskys oftmals blaue Augen haben, war nichts außergewöhnliches. Dies kam durch fehlende Pigmentbildung der Zellen zustande, ein Umstand, der bei der Rasse häufig vorkam. Das wusste das Ehepaar allerdings bereits. Warum Blues’ Augen jedoch so extrem blau waren und so sehr auffielen, dazu konnte auch Erica nichts Neues herausfinden.
Vielleicht wusste der Tierarzt dazu ja mehr? Unruhig wartete die Familie weiter und Billy hoffte, dass es nicht mehr allzu lange dauern würde, bis sie endlich dran kamen. Er hatte so viele Fragen und auch die Reaktion der Leute hatte ihn nervös gemacht.

Schneller als gedacht

Billys’ stumme Gedanken wurden scheinbar erhört, denn es dauerte nur noch einen kurzen Moment, bis der Arzt ins Wartezimmer kam und die Familie Anderson aufrief. Zuvor hatte er einen kritischen Blick auf Blue geworfen. Bevor Billy und Erica etwas sagen konnten, war der Doktor schon wieder verschwunden.
Was sie nicht wussten, dass die Rezeptionistin der Praxis den Arzt über den Trubel im Wartezimmer benachrichtigt hatte. Sie hatte mitbekommen, wie die Leute alle Fragen stellten und nachdem sie die blauen Augen des Hundes gesehen hatte, beschloss sie, die Familie schneller dran zu nehmen, um die Situation zu klären. Davon ahnten die Andersons aber nichts.

Im Behandlungszimmer

Der Tierarzt nahm Blue mit und bat die Familie, im Wartezimmer zu bleiben, bis er sie dazu holte. Billy war etwas verwirrt über den Umstand, normalerweise durften sie ihr Tier immer mit ins Behandlungszimmer begleiten, schließlich wollten sie ihr Haustier bei der Untersuchung beruhigen können. Zehn Minuten vergingen, die sich für das Paar und den kleinen Timmy ewig anfühlten. Es war lange genug, um viele Sorgen und negative Gedanken aufkommen zu lassen. Irgendetwas stimmte nicht.
Als der Doktor endlich zurückkam, bat er sie, ihm in sein Büro zu folgen. Der Welpe war jedoch nirgends zu sehen. Wo war Blue und was war eigentlich los?

Die Polizei musste alarmiert werden

Der Tierarzt teilte der Familie mit, dass er soeben die Polizei gerufen hatte. Der Schock über diese Nachricht setzte umgehend ein. Billy und Erica konnten nicht glauben, was sie da gerade gehört hatten und ihr Sohn fing fürchterlich an zu weinen. War die Familie etwa in Probleme verwickelt?

Bevor sie sich weitere Sorgen machen konnten, klärte der Doktor die Situation in einem ruhigen Ton auf: Vor einigen Tagen hatte ein wohlhabender Technik- CEO seinen neuen Welpen als vermisst gemeldet. Die Besonderheit des Tieres waren wohl vor allem die extrem blauen Augen, des Weiteren versprach der Geschäftsführer eine Geldbelohnung für die Person, die seinen Hund finden würde.

Blue hat schon einen Besitzer

Als der Tierarzt schließlich Blue im Wartezimmer sah, war ihm klar, dass es sich dabei um den Hund des CEO handelte. Er rief daraufhin die Polizei, damit diese den Mann verständigen konnten. Die Andersons steckten zum Glück nicht in Schwierigkeiten.
Eine halbe Stunde später trafen die Beamten mit dem Besitzer Blues ein. Nach einem ausführlichen Gespräch und entsprechenden Papieren stand fest: Der Huskywelpe gehörte dem Business-Mann, der Tierarzt hatte richtig gehandelt. Da der kleine Hund auch neu bei dem Mann war, hatte er noch keine Gelegenheit gehabt, ihn chippen zu lassen, deswegen konnte bei dem Tier keine Identifikation ausfindig gemacht werden.

Tschüss Blue!

Als Billy alles erfuhr, fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Der Geschäftsmann hatte den Welpen immer in seinem Büro bei der Arbeit dabei gehabt, Blue war es also gewohnt gewesen, neben dem Computer zu schlafen. Die Geräusche und Gerüche erinnerten ihn an seine gewohnte Umgebung, deswegen war er so fixiert auf Billys Büro gewesen.

Die traurige Erkenntnis war allerdings, dass sie Blue nicht behalten konnten. Der Hund hatte bereits einen Besitzer, der ihn liebte und vermisst hatte und nun überglücklich war, seinen Vierbeiner zurück zu haben.
Der vierjährige Timmy hingegen war schrecklich enttäuscht und konnte gar nicht aufhören zu weinen. Er hatte den Welpen schon so sehr in sein Herz geschlossen, dass er ihn nicht mehr hergeben wollte.

Die Wendung zum Guten

Es gab trotz Allem aber auch gute Nachrichten: Mit dem versprochenen Finderlohn des Geschäftsmannes, konnten es sich Billy und Erica leisten, die besten Husky- Züchter ausfindig zu machen und von dort einen Welpen zu kaufen. Nur wenige Wochen später war die kleine Familie wieder zu viert und hatte endlich ihren eigenen, lang ersehnten Husky- Freund, den sie sofort ins Herz schlossen. Die Andersons waren endlich wieder glücklich und mussten keine Angst haben, ihr Tier nochmals zu verlieren.
Außerdem hatte der CEO versprochen, dass sie ihn und North, das war der eigentliche Name von Blue, jederzeit besuchen dürften. Am Ende hatte sich nach viel Trubel alles zum Guten gewendet.

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